Pressemitteilungen und Beiträge

22.11.2019 - pressreader

Weniger Antibiotika dank Info-Kampagne

20.11.2019 - Health und Care Management Magazin

Antibiotikaverbrauch sinkt dank Infokampagne

19.11.2019 - welt.de

Es muss nicht immer ein Antibiotikum sein

19.11.2019 - Ärzte Zeitung Online

Weniger Antibiotika-Verbrauch dank Praxishilfe

19.11.2019 - APOTHEKE ADHOC

Antibiotikaverbrauch: Info-Kampagnen zeigen Wirkung

19.11.2019 Augsburger Allgemeine

Viele Ärzte verabreichen laut Forschern zu oft Antibiotika

19.11.2019 - boerse.de

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - BR24

Antibiotika: Aufklärung senkt den Verbrauch

19.11.2019 - Frankenpost

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - greenpeace magazin

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - n-tv Regionalnachrichten

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - RTL.de

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - Süddeutsche Zeitung

Weniger Verschreibungen von Antibiotika

19.11.2019 - Süddeutsche Zeitung

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - Westdeutsche Zeitung

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - Radio Eins

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - Schwäbische Zeitung

Test-Projekt: Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

19.11.2019 - Weltantibiotika Woche und ARena Projekt - Infokampagne zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen: ARena

München, 19.11.2019 – Die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland nachhaltig abwenden – dafür setzen sich die Vertreter von „ARena“ ein. Anlässlich der Weltantibiotikawoche der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Forschungsprojekt heute (19.11.2019) in München über Erfahrungen und erste Ergebnisse des Projektes informiert, um Antibiotika umsichtiger einzusetzen. Den 292 beteiligten Ärzten aus 12 bayerischen und 2 nordrheinwestfälischen Arztnetzen wurden dazu im Interventionszeitraum über 7 Quartale (Q4/2017-Q2/2019) eine Vielzahl an Maßnahmen angeboten, um die von ihnen betreuten etwa 80.000 Behandlungsfälle mit den hier untersuchten Indexerkrankungen (Atemwegserkrankungen, Ohrenschmerzen, Sinusitis, unkomplizierten Harnwegsinfekten) möglichst ohne Antibiotika zu versorgen bzw. diese nur nach kritischer Abwägung und mit Bedacht zu verordnen. Auch bei Patienten und in der Öffentlichkeit wurde mit verschiedenen Aktionen das Bewusstsein für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen geschärft.

 

„Seit ihrer Entdeckung vor 90 Jahren sind Antibiotika unsere wichtigste Waffe bei der Behandlung bakterieller Infektionen. Häufig werden sie aber verschrieben und eingenommen, obwohl sie gar nicht benötigt werden. Das führt dazu, dass die Wirksamkeit von Antibiotika gefährdet ist, da durch ihren unbedachten Einsatz Resistenz-Bildung und -Verbreitung gefördert wurden.“ erklärt Professor Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer im aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, dem Konsortialführer des ARena-Projekts.

Aus Sicht der Ärzte seien u.a. die Erwartungen der Patienten, Zeitdruck in den Praxen aufgrund hoher Arbeitsbelastung und diagnostische Unsicherheit Gründe für die häufige Verordnung von Antibiotika. Um die Ärzte und ihre Praxisteams zu unterstützen, wurde ihnen im Rahmen ihrer Projektteilnahme eine Vielzahl an Maßnahmen, wie etwa ein Training zur Patientenkommunikation, angeboten. Auch der Austausch in Kleingruppen, z.T. auch mit Akteuren außerhalb der Arztnetze, wie Pflegedienten, Krankenhausmitarbeitern, Apothekern oder Zahnärzten, sollte dazu beitragen, den Antibiotika-Einsatz zu verbessern.

 

Befragungen zeigten, dass die Patientinnen und Patienten heute seltener ein Antibiotikum erwarten, als es ihnen tatsächlich vom Arzt verordnet wird. Wenn kein Antibiotikum verwendet wurde und der Arzt dies gut begründet hat, waren 96% der Befragten damit einverstanden. 2018 lag die Einverständnisquote nur bei 81%. Die große Mehrheit der Patienten ist sich darüber im Klaren, dass Erkältungen bzw. grippalen Infekte auch ohne Antibiotika heilen und dass diese Medikamente ernste Nebenwirkungen haben können. 84% der Befragten war die Resistenzproblematik bekannt.

 

Professor Joachim Szecsenyi: „Aus den Befragungsergebnissen kann gefolgert werden, dass Ärzte die Erwartung der Patienten bezüglich der Verordnung eines Antibiotikums nicht überschätzen sollten. Die Verordnungsentscheidung für oder gegen ein Antibiotikum sollte gut erläutert und mit dem Patienten besprochen werden.“

 

„Um für das Thema zu sensibilisieren, wollen die ARena-Beteiligten in der Weltantibiotikawoche in der Öffentlichkeit noch stärker für einen bewussten Umgang mit Antibiotika werben“, erklärt Dr. Veit Wambach, Projektbeauftragter der Agentur deutscher Arztnetze, Konsortialpartner des Projekts. Für Patientinnen und Patienten stehen dafür vielfältige Infomedien, wie Erklärvideos, Experteninterviews, Plakate und Flyer in verschiedenen Sprachen, bereit.

 

Über die sozialen Netzwerke konnte eine beachtliche Reichweite erzielt werden: „Im Mai 2019 wurde die Schallmauer von 1 Mio. Aufrufe durchbrochen“, so Dr. Wambach. Mit Beiträgen von Influencern werden vor allem jüngere Menschen dazu angeregt, sich mit dem Thema Antibiotika und Resistenzen zu beschäftigen. Ein Video, das in Zusammenarbeit mit dem Kanal JustKetchupAnimations entstand, wurde mittlerweile 176.000-mal aufgerufen. Auch die Website www.antibiotika-alternativen.de behandelt viele Aspekte rund um Antibiotika, wie etwa die Frage, warum diese nicht gegen Viren wirken. Erklärfilme wie Husten, Schnupfen - Antibiotika? erhalten in der nun beginnenden Erkältungszeit besondere Relevanz.

 

Neben den teilnehmenden Praxisnetzen engagieren sich auch die AOKen Bayern und Rheinland/Hamburg, die ebenfalls Konsortialpartner in dem Projekt sind, im Rahmen der Kampagne. „Die AOK Bayern legt besonderen Wert auf hochwertige Gesundheitsversorgung. Mit dem Innovationsfondsprojekt ARena verbessern wir gemeinsam die Versorgungsqualität für Patienten und Versicherte, in dem wir über den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika aufklären. Bundesweit ist ein Rückgang von Antibiotikaverordnungen zu verzeichnen. Dieser Effekt wird durch das Innovationsfondsprojekt ARena deutlich verstärkt – das zeigen erste Auswertungen“, so Martin Steidler Bereichsleiter Versorgungmanagement der AOK Bayern.

 

Dr. Lutz Bader, Fachreferent Hygiene bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) erklärt: „Die deutschen niedergelassenen Ärzte standen 2017 beim Verordnen von Antibiotika auf dem viertbesten Platz in Europa. Das ist schon sehr gut. Aber: Die Kollegen aus den Niederlanden oder Schweden zeigen, dass es noch besser geht. Das Problem mit multiresistenten Erregern lässt sich durch regionales, nationales und internationales Handeln verringern. ARena ist ein erfolgreiches Arztnetz- Projekt, bei dem Vertragsärzte in Bayern und Nordrhein-Westfalen zeigen konnten, wie sich Antibiotika im ambulanten Bereich sorgsam einsetzen und Verbesserungen erreichen lassen.“

 

Die Fortschritte untermauern auch Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Demnach wurden in 2010 noch 562 Verordnungen pro 1.000 gesetzlich Versicherten ausgestellt, 2018 waren es nur noch 446 – ein Rückgang um fast 21 Prozent. Für Dr. Bader besonders erfreulich: „Bei Neugeborenen und Säuglingen hat sich die Verordnungsrate von 2010 bis 2018 fast halbiert. Im Kindergartenalter, wenn unsere Kleinkinder oft zum ersten Mal mit Erregern in Kontakt kommen, gab es die höchste absolute Reduktion von 1.213 Antibiotika-Verordnungen in 2010 auf 683 in 2018.“

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) appelliert: „Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Infektionskrankheiten bei sich, in seiner Familie und in der gesamten Bevölkerung zu vermeiden und dadurch Antibiotika einzusparen. Am einfachsten gelingt dies, indem man sich an den öffentlich empfohlenen und von den Krankenkassen finanzierten Schutzimpfungen, wie z.B. gegen Influenza, die echte Virusgrippe, oder gegen Pneumokokken, die häufigsten bakteriellen Erreger von Lungenentzündungen, beteiligt.“

 

Weitere Informationen zu den ARena-Aktionen sowie die Erklärfilme finden Sie unter:

https://antibiotika-alternativen.de/tippsinfos/.

 

 

Hintergrund:

 

Das Projekt ARena – Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden – bündelt Maßnahmen, um zum sorgsamen Umgang mit Antibiotika und rationalen Einsatz insbesondere von Breitspektrum-Antibiotika beizutragen. Dabei geht es zum einen darum, dass am Projekt teilnehmende Ärztinnen und Ärzte sich über ihr eigenes Verordnungsverhalten von Antibiotika bewusst werden und sich mit Kollegen vergleichen und darüber austauschen, wie der Einsatz von Antibiotika verbessert werden kann. Zum anderen geht es darum, das Wissen der Patienten zu verbessern. Denn oftmals fordern Patientinnen und Patienten eine Antibiotika- Verordnung in dem Fehlglauben, damit schneller wieder auf die Beine zu kommen. Deshalb nehmen sich Ärzte und Ärztinnen in dem Projekt mehr Zeit für die Aufklärung über Antibiotika bei ihren Patienten mit den für das Projekt festgelegten Infektionserkrankungen. Das Projekt versucht auch, eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, um die Menschen für das wichtige Thema zu interessieren. ARena wird mit Mitteln aus dem Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) finanziert (Förderkennzeichen 01NVF16008). Die ursprüngliche Laufzeit des Projektes bis Ende 2019 wurde um 9 Monate verlängert und läuft somit bis Ende September 2020.

 

Weitere Informationen unter: www.arena-info.de

12.2018 - KVB-Forum 12/2018

ARena-Infokampagne zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen

15.11.2018 - DENTS

Infokampagne zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen startet

14.11.2018 - RP online

Ärzte warnen vor zu vielen Antibiotika

14.11.2018 - Deutsches Ärzteblatt

Informations­kampagne zu Antibiotika­resistenzen

13.11.2018 - durchblick-gesundheit.de

„Wunderbare Waffe droht stumpf zu werden“

12.11.2018 - Ärzte Zeitung online

Weltantibiotikawoche: Gemeinsam gegen Antibiotika-Resistenzen

12.11.2018 - Ärzte Zeitung online

Strategie gegen Keime

12.11.2018 - Mittelbayrische Zeitung

Ärzte klären über Antibiotika auf

12.11.2018 - Ärzte Zeitung online

Gemeinsam gegen Antibiotika-Resistenzen

05.11.2018 - UGEF

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – und dann Antibiotika?

03.09.2018 - Mittelbayerische Zeitung

Pillen, die nicht immer helfen

19.06.2018 - der niedergelassen arzt 05/2018

Innovationsfonds-Projekt ARena in den Sozialen Medien

Dr. Wambach, Vorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze und stellvertretender Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes bei Jens Spahn

16.05.2018 - Präsentation zum Vortrag von Dr. Lutz Bader (KVB): 12. Münchner Hygienetag

Präsentation zum Vortrag von Dr. Lutz Bader (KVB):  12. Münchner Hygienetag –16. Mai 2018

Rationale Antibiotikaverordnung in der Arztpraxis: Was ist wichtig für Patient, MFA und Arzt?

05.06.2018 - Nürnberger Nachrichten

Viele Patienten gehen zu sorglos mit Antibiotika um

05.06.2018 - DAZ.online

Apotheker in Mittelfranken prüfen Arzneimittel-Mix

05.06.2018 - markspiegel.de

Wenn Medikamente nicht mehr Helfen

04.06.2018 - magazin66.de

Apotheken überprüfen Medikamentenmix

03.2018 - KVB Forum 3/2018

Antibiotoka sinnvoll einsetzen

22.01.2018 - Ärztenachrichtendienst (ÄND)

Arztnetze in Bayern und Nordrhein-Westfalen haben sich den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen auf die Fahne geschrieben.

Mit einer Aufklärungskampagne sollen Patienten besser informiert werden.

18.01.2018 - BR

Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

18.01.2018 - nordbayern.de

Antibiotika-Resistenz: Nürnberger Ärzte unterstützen Projekt

18.01.2018 - Augsburger Allgemeine

Warum Antibiotika immer seltener helfen

17.01.2018 - Bayern 1

Mitschnitt eines Radiointerviews

 

Sender: BR

Sendung: Mittags in Franken

Datum: 17.01.2018

17.01.2018 - Focus

Kampf gegen „Superkeime“: Ärzte wollen besser informieren

17.01.2018 - Radio EINS

Kampf gegen "Superkeime": Ärzte wollen besser informieren

17.01.2018 - Franken Kompakt BR

Auszug aus der Sendung Franken Kompakt des BR

 

Sender: Bayrischer Rundfunk

Sendung: Franken Kompakt

Datum: 17.01.2018

17.01.2018 - Neue Presse

Kampf gegen "Superkeime": Ärzte wollen besser informieren

17.01.2018 - Ärzte Zeitung online

Ärzte lernen, besser über Resistenzgefahr aufzuklären

17.01.2018 - Traunsteiner Tageblatt

Kampf gegen "Superkeime": Ärzte wollen besser informieren

17.01.2018 - Forschungsprojekt zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen in 14 Arztnetzen in Bayern und Nordrhein-Westfalen gestartet

Nürnberg, 17.01.2018 – Mit dem Beginn der Erkältungssaison steigt in den Arztpraxen in Deutschland auch die Nachfrage der Patienten nach einer Antibiotika-Verordnung. Diese gegen bakterielle Infektionserreger hochwirksamen Medikamente werden dann nicht selten auch bei den relativ harmlosen virusbedingten Erkältungen verschrieben und eingenommen. Dies führt zu Antibiotika-Resistenzen, die das Gesundheitswesen weltweit, aber auch in Deutschland vor ernstzunehmende Herausforderungen stellen.

 

Um dem zu begegnen, ist in 14 Arztnetzen in Bayern und Nordrhein-Westfalen das Projekt ARena (Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden) gestartet. Ziel von ARena ist, den Einsatz von Antibiotika auf das sinnvolle Maß zu beschränken und ein Bewusstsein bei Patientinnen und Patienten, in den Praxisteams und in der regionalen Öffentlichkeit für die zunehmenden Probleme durch Antibiotika-Resistenzen zu schaffen.

 

Im Rahmen des Projektes werden zu vorab festgelegten Diagnosen von häufigen Infektionen der Atem- und der Harnwege, bei denen oft kein Antibiotikum notwendig ist, die Information der Patientinnen und Patienten intensiviert und Öffentlichkeitskampagnen durchgeführt. Dies soll verdeutlichen, dass eine nicht verordnete Antibiotikagabe keine schlechtere, sondern gegebenenfalls die richtige Behandlung ist.

 

Hierzu erhalten sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch das nicht-ärztliche Praxispersonal ein spezielles Informations- und Kommunikationstraining. Derzeit liegen von 304 Ärztinnen und Ärzten und von 86 Medizinischen Fachangestellten (MFA) Teilnahmeerklärungen aus insgesamt 193 Praxen vor. Von diesen haben bisher 233 Ärztinnen/Ärzte und 76 MFA diese Onlineschulung zur Kommunikation durchlaufen.

 

Zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen datengestützte Qualitätszirkel der beteiligten Ärzteschaft, der medizinischen Fachangestellten sowie sektorenübergreifend auch in einer Zusammenarbeit mit anderen Leistungserbringern (z.B. Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, Apotheken) statt. Ausgewählte Praxen erhalten zudem eine Software-Unterstützung zur rationalen Antibiotikatherapie.

 

„Antibiotika gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der Medizin, jedoch verlieren sie zunehmend ihre Wirkung. Wir erwarten, dass die Ergebnisse aus dem Projekt einen starken Impuls für einen vernünftigeren Umgang mit Antibiotika setzen werden und sich die Patientenversorgung dadurch langfristig spürbar verbessern kann“, erklärt Prof. Dr. Dipl.- Soz. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des aQua-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, das die Konsortialführung in dem Projekt übernommen hat.

 

Als Konsortialpartner fungieren die AOK Bayern, die AOK Rheinland/Hamburg und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sowie die Agentur deutscher Arztnetze e.V. Der AOK-Bundesverband unterstützt das Vorhaben als Kooperationspartner.

 

„Antibiotika gehören zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln im ambulanten Bereich. Doch Antibiotika sind wirkungslos, wenn eine Erkrankung durch Viren ausgelöst wird, wie beispielsweise bei einer Erkältung. Und auch nicht jede bakterielle Infektion muss sofort mit Antibiotika behandelt werden. Oftmals würde es schon ausreichen, wenn der Arzt oder die Ärztin dem Patienten rät, sich zu schonen und viel zu trinken sowie je nach Krankheit sich bewährter Hausmittel und Medikamente gegen Fieber und Schmerzen zu bedienen, um die Symptome zu lindern. Dieses Wissen wollen wir den Menschen im Rahmen des Projektes näher bringen und damit einen Beitrag im Sinne aller Beteiligten gegen einen übermäßigen Gebrauch von Antibiotika leisten“, so Dr. Veit Wambach, Vorstandsvorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze.

 

Die KVB und die beteiligten Arztpraxen bringen in das Projekt ihre Expertise in der ambulanten Versorgung ein, speziell im Bereich der Verordnung von Antibiotika. Dazu gehört auch eine sorgfältige Aufklärung über deren zweckmäßigen Einsatz. Aus Sicht des  Vorstands der KVB hat das ARena-Projekt gerade deshalb eine hohe Relevanz für den  Alltag in den Arztpraxen. Denn viele Patienten wissen noch zu wenig über die Wirksamkeit von Antibiotika und fordern deren Verschreibung sogar vom Arzt ein. Insofern ist eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in dem Bereich aus Sicht des Vorstands der KVB wichtig. Zudem wird die KVB mit ihrem Know-how in der Gestaltung und Abrechnung von Versorgungsverträgen zum Gelingen von ARena beitragen.

 

Auch die AOK Bayern rückt das Thema Information in den Fokus. „Als größte gesetzliche Krankenkasse im Freistaat ist die AOK Bayern ihren Versicherten ein verlässlicher Partner im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen. Im Rahmen des ARena-Projekts werden unseren Versicherten verständliche Informationen zur Verfügung gestellt, damit sie zu einem rationalen Antibiotikaeinsatz beitragen“, erklärt AOK Bayern-Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Platzer.

 

Das Projekt ARena wird mit Mitteln in Höhe von 5,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) finanziert. Es läuft bis Ende 2019. Weitere Informationen unter: www.arena-info.de

 

 

Agentur deutscher Arztnetze e.V., Chausseestraße 119b, 10115 Berlin

19.12.2017 - Frankenpost

Antibiotika sollen wirksam bleiben

17.11.2017 - Main-Post

Antibiotika: Falsch angewendet bald stumpfe Waffen

07.2017 - KVB-Forum 7/2017

Die Erwartungen der Patienten ist oft ganz anderes

Antibiotika: Ein kostbares Gut vor MRSA und Co. schützen!

07.2017 - KVB-Forum 07/2017

Arztnetze für rationalen Umgang mit Antibiotika (Seite 18-19)